01.07.2011
Artikel
UNTERSTÜTZUNGSKASSE

Vor- und Nachteile der Unterstützungskasse

Eine Unterstützungskasse ist eine rechtsfähige Versorgungseinrichtung.
Eine Unterstützungskasse ist eine rechtsfähige Versorgungseinrichtung.   © lu-photo - Fotolia.com

Es handelt sich hierbei um eine Einrichtung, die die betriebliche Altersversorgung durchführt. Die Kasse gewährt auf die angebotenen Leistungen keinen Rechtsanspruch und ist in Form einer Stiftung, einer GmbH oder eines eingetragenen Vereins organisiert. Die betriebliche Altersvorsorge existiert bereits seit vielen Jahren in Deutschland und diese Form ist die älteste der anerkannten Durchführungswege.

Die Beiträge für diese betriebliche Altersvorsorge werden von dem Arbeitgeber finanziert. Dabei handelt es sich aber nicht direkt um Beiträge im klassischen Sinn, sondern um Versorgungsleistungen. Diese werden über Zuwendungen vom Arbeitgeber finanziert. Da die Kasse nicht der Versicherungsaufsicht unterliegt, kann das Geld am Kapitalmarkt frei angelegt werden. Für die Unternehmen, die ihren Arbeitnehmern diese Möglichkeit der betrieblichen Altersvorsorge bieten, ergeben sich viele Vorteile. Zum einen sind da die steuerlichen Vorteile zu nennen, die sich daraus ergeben, dass die Abzüge als Betriebsausgaben steuerfrei sind (§4d EStG). Jedoch ergibt sich hieraus ein Nachteil, denn auch bei der Steuerbefreiung gibt es Grenzen innerhalb der Leistungshöhe. Ein weiteres Problem könnte bei einem Wechsel des Arbeitgebers bestehen, denn der neue Arbeitgeber ist nicht dazu verpflichtet, die begonnene betriebliche Altersvorsorge auch fortzusetzen. Zwar ist es in den meisten Fällen möglich, das Versorgungskapital mitzunehmen, doch es kann auch verwehrt bleiben. Weiterhin besteht auch kein Anspruch darauf, nach dem Wechsel des Arbeitgebers den Vertrag mithilfe eigener Mittel fortzuführen. Dennoch bleibt das bis dahin erwirtschaftete Kapital bestehen. Hinsichtlich der Steuerfreiheit gibt es auch für Arbeitnehmer Vorteile: Auf das investierte Kapital müssen während der Laufzeit keine Steuern gezahlt werden. Dies ändert sich jedoch dann, wenn die Rente ausbezahlt wird. Denn wie bei vielen anderen Arten der betrieblichen Altersvorsorge gilt auch hier die Regel, dass bei der Auszahlung der Rente die Steuern fällig werden. Dabei ist es gleichgültig, ob die Auszahlung auf einmal oder in Form einer monatlichen Rente erfolgt.

Insgesamt entschieden sich im Jahr 2003 etwa elf Prozent der Arbeitnehmer für diese Form der betrieblichen Altersvorsorge. Bis 2008 galt die Regelung, dass die Arbeitnehmer, die mehr als 2.742 Euro ihres Gehalts in die Vorsorge umwandeln, keine Sozialabgaben zahlen mussten. Seit 2009 müssen dann bereits ab einem Cent Abgaben für die Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung gezahlt werden. Trotz dieser Regelung bleibt die unbegrenzte Steuerbefreiung der Beiträge erhalten.

Neben der geringen Flexibilität dieser Altersvorsorge in Bezug auf einen Arbeitsplatzwechsel können ebenfalls die niemals sinkenden Beiträge der Kasse als Nachteil angesehen werden. Denn hier müssen immer konstante Beiträge gezahlt werden, die keine Schwankungen zulassen. Bevor sich ein Arbeitnehmer also für eine solche Form der betrieblichen Altersvorsorge entscheidet, sollten zusammen mit dem Arbeitgeber mögliche Alternativen besprochen werden.

Per Mail versenden
  08.06.2011
Zulagen | vermögen | Einkommen ARBEITNEHMERSPARZULAGE EINKOMMENSGRENZE

Bei der Arbeitnehmersparzulage gilt eine Einkommensgrenze - wir sagen für wen

Die Arbeitnehmersparzulage ist eine staatliche Förderung für Arbeitnehmer, die vermögenswirksame Leistungen von ihrem Arbeitgeber erhalten. Sie stellt eine staatliche Subvention zum Vermögensaufbau dar und ist im fünften Buch des Vermögensbildungsgesetzes und dessen Durchführungsverordnungen festgeschrieben. Die Sparzulage wird nur bei besonderen Investitionen gewährt. Zu diesen mehr…

  23.05.2011
Geld | Renten | Sofort-Renten SOFORT-RENTE STEUER

Die wichtigsten Steuervorteile bei der Sofort-Rente

Die Lebenserwartung in den Industrieländern steigt ständig an – momentan liegt sie bei über 80 Jahren. Aufgrund dieser stetigen Steigerung sowie der Sorge, dass die staatliche Rente nicht ausreichen wird, gehen viele Menschen in Deutschland dazu über, sich selbst um ihre Altersvorsorge zu kümmern. Besonders beliebt sind Rentenmodelle, die lebenslange Auszahlungen garantieren mehr…

  18.05.2011
Renten | Beiträge BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE DIREKTVERSICHERUNG

Eine Direktversicherung als betriebliche Altersvorsorge - wir sagen wie!

Eine Direktversicherung im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge ist eine Rentenversicherung, eine fondsgebundene Lebensversicherung oder eine Kapital-Lebensversicherung. Der Arbeitgeber ist dabei der Vertragsnehmer, und der Arbeitnehmer unterschreibt als die Person, die versichert wird. Prinzipiell bieten alle Lebensversicherungen Direktversicherungen an; der Arbeitgeber mehr…

  18.05.2011
Renten | Beiträge | Ruhestand FONDSGEBUNDENE DIREKTVERSICHERUNG

Mit der fondsgebundenen Direktversicherung beruhigt in den Lebensabend

Eine fondsgebundene Direktversicherung wird vom Arbeitgeber für den Arbeitnehmer abgeschlossen. Die Beiträge werden vom Arbeitgeber getragen, wobei der Angestellte auch einen Teil einzahlen kann. Meist verringert sich dadurch das zu versteuernde Einkommen, sodass der Steuerzahler in den Genuss einer Steuerersparnis kommt. Die Direktversicherung gilt als kapitalbildende Lebensversicherung mehr…

  08.06.2011
Zinsen | Kapital | Gewinne GELD ANLEGEN HOHE ZINSEN

So könnten Sie beim Geld anlegen hohe Zinsen erzielen

Die aktuell höchsten Zinsen für Festgeld liefert Ihnen zum Beispiel der Festgeld-Vergleichsrechner. Es gibt unterschiedliche Formen der Geldanlage. Die einen sind eher sicherheitsorientiert und die anderen sorgen für eine höhere Rendite. Jedoch sollte der Anleger darauf achten, dass sein Kapital sowohl in die eine als auch in die andere Geldanlageform investiert wird. So mehr…

  23.05.2011
Gewerbe | Beiträge GEWERBLICHE RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG FÜR SELBSTSTÄNDIGE

Wann ist eine gewerbliche Rechtsschutzversicherung für Selbstständige ratsam?

Rechtsschutzversicherungen gibt es bei fast allen größeren Privatversicherungen, wobei sie nicht zu den Pflichtversicherungen oder staatlichen Versicherungen gehören. Als Unternehmer sollte man in jedem Fall eine gewerbliche Rechtsschutzversicherung abschließen, sofern man über eine gewisse Unternehmensgröße verfügt. Gerade im Wirtschaftsbereich gibt es viele Verfahren, die mehr…

  23.05.2011
Rürup | Renten | Forderungen RÜRUP-RENTE FÜR SELBSTÄNDIGE

Wann sich die Rürup-Rente für Selbstständige lohnt

Das Prinzip der Rürup-Rente basiert darauf, dass der Selbstständige steuerliche Vorteile eingeräumt bekommt. Das heißt, der Vertragsnehmer kann einen Teil seiner Kosten - im Jahr 2010 belief dieser sich auf 60 Prozent - für die Rürup-Rente als Sonderausgaben steuerlich absetzen. Im Vergleich zu den Rentenmodellen der Arbeitnehmer erhält der Selbständige allerdings keine staatlichen mehr…

 
finanzkraft|pid-2169281|aid-465951