08.09.2011
Artikel
GLÄUBIGERSCHUTZ

Der Gläubigerschutz bei einer Privatinsolvenz

Zum Schutz der Gläubiger übernimmt der Insolvenzverwalter die Rückzahlung der Schulden
Zum Schutz der Gläubiger übernimmt der Insolvenzverwalter die Rückzahlung der Schulden   © Birgit Reitz-Hofmann - Fotolia.com

In den Jahren 2007 und 2008 wurden jeweils 100.000 Privatinsolvenzverfahren eröffnet. Jedes dieser Verfahren steht für einen Menschen oder eine Familie, deren Schulden so immens wurden, dass ihr Besitz und ihr Einkommen nicht mehr ausreichten, um diese Schulden zu tilgen. Mit dem 1999 eingeführten Insolvenzverfahren ermöglicht der Staat diesen Personen einen Neuanfang. Ein Anwalt oder ein Schuldnerberater führt die verschuldeten Personen durch das Verfahren. Zu Beginn steht eine Verhandlungsphase mit den Gläubigern. In dieser Phase versucht man, die Schulden zu überblicken und mit den Gläubigern Kompromisse einzugehen.

Danach wird die Überschuldung von einem Gericht offiziell festgestellt. Ab diesem Moment muss der Schuldner sich nicht mehr selbst um die Zahlung seiner Schulden kümmern. Sein Einkommen, soweit es die Pfändungsgrenze von 985,15 Euro für einen Alleinstehenden übersteigt, wird sofort gepfändet und an die Gläubiger verteilt. Für Unterhaltsverpflichtungen erhöht sich die Freigrenze um 370,76 Euro für die erste Verpflichtung und 206,56 Euro für jede weitere.

Zum Schutz der Gläubiger übernimmt der Insolvenzverwalter die Rückzahlung der Schulden. So ist gewährleistet, dass jeder Gläubiger einen fairen Anteil der zurückgezahlten Schulden erhält. Es erhält nicht der Gläubiger den größten Teil, der sich den besseren Anwalt leisten kann.

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  25.05.2011
Schulden | gläubiger RESTSCHULDBEFREIUNGSVERFAHREN

Das Restschuldbefreiungsverfahren - die große Chance nach der Privatinsolvenz

Das Insolvenzverfahren ist für zahlungsunfähige Schuldner in der Regel die einzige Möglichkeit, sich von seinen Schulden zu befreien. Dieses Verfahren gilt seit 1999 nicht mehr nur für Unternehmen, sondern kann auch bei Privatpersonen angewendet werden. Zu diesem Zweck wurde die Konkursordnung durch das Insolvenzrecht (InsO) abgelöst. Bereits im ersten Jahr nach Inkrafttreten mehr…

  16.05.2011
Antrag | Schulden | gläubiger PRIVATINSOLVENZ ANTRAG

Der Antrag auf Privatinsolvenz vereint einige Klippen - wir geben Kletteranleitung!

Die Privatinsolvenz wurde 1999 als solche in Deutschland rechtlich eingeführt. Im Jahre 2009 wurde das Verfahren insgesamt in 130.698 Fällen in Anspruch genommen, dabei hat die Insolvenz nicht nur zeitlich unmittelbare Folgen, sondern wirkt auch noch danach. Andererseits besteht für viele Menschen keine andere Möglichkeit, sich wirtschaftlich von ihrer Schuldenlast zu befreien. mehr…

  19.05.2011
EU | Europa | Schulden EU INSOLVENZ

Die EU schützt nicht vor Insolvenz - aber wir sagen Ihnen wie sie Ihnen weiterhilft!

Durch die Grenzöffnung innerhalb Europas ist es seit 2001 für deutsche Schuldner möglich, auch im Ausland ein Insolvenzverfahren zu beantragen. Im Beschluss IX ZB 51/00 des Bundesgerichtshofs (BGH) wurde die Restschuldbefreiung eines deutschen Schuldners, die in Frankreich bewilligt wurde, bestätigt. In diesem Fall hatte die Gläubigerin gegen die Entschuldung geklagt, aber mehr…

  26.05.2011
Konten | Schulden | gläubiger PFÄNDUNGSSICHERES KONTO

Fünf Gründe, die für ein pfändungssicheres Konto sprechen

Das seit 1999 bestehende Insolvenzrecht ist einer umfassenden Reform unterzogen worden. Das bisher geltende Recht erlaubte es Gläubigern, eine Pfändung des Girokontos beim Schuldner zu erwirken. Dies bedeutete, dass keinerlei Zahlungsverfügungen seitens des Schuldners mehr vorgenommen werden konnten, bis der Pfändungsbetrag beglichen war. Selbst Mietzahlungen oder Unterhaltsleistungen mehr…

  18.05.2011
Geld | Schulden RESTSCHULDBEFREIUNG

Restschuldbefreiung: was es bedeutet und wann es eintritt!

Ist ein Schuldner zahlungsunfähig geworden, so können trotz der Vollstreckung in dessen Vermögen im Regelfall nicht alle bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber den Gläubigern erfüllt werden. Die bis 1999 geltende Konkursordnung sah aus diesem Grund das Recht auf unbeschränkte Nachforderungen vor – der Schuldner hatte damit keine Chance, sich von den Schulden zu befreien. Seit mehr…

  12.05.2011
Geld | Hilfe | Schulden HILFE BEI SCHULDEN

Sie haben Schulden? Holen Sie sich Hilfe!

Im allgemeinen Sprachgebrauch sind Schulden ausstehende Verbindlichkeiten gegenüber dritten Personen, die ihrer geschuldeten Gegenleistungspflicht bereits nachgekommen sind. Ist eine Person verschuldet, so gehören ihr weniger Werte, als zur Deckung der Verbindlichkeiten notwendig wären – selbst bei einer kompletten Übertragung aller vorhandenen Werte wären immer noch Schulden mehr…

  26.05.2011
Geld | Kredite | Schulden BANKÜBLICHE SICHERHEITEN

Was sind bankübliche Sicherheiten? Wir geben einen Überblick.

Als Kreditsicherungen werden bestimmte Mechanismen bezeichnet, die eine Befriedigung des Gläubigers bezüglich der Forderung und der Zinsen sicherstellen sollen. Diese Absicherung kann in vielfältiger Weise erfolgen – einige Varianten sind gesetzlich geregelt, andere werden durch individuelle Vertragsgestaltungen festgelegt. Möglich ist beispielsweise die Begleichung der Schuld mehr…

 
finanzkraft|pid-6523412|aid-491942