12.05.2011
Artikel
HILFE BEI SCHULDEN

Sie haben Schulden? Holen Sie sich Hilfe!

Beratungsstellen bieten Hilfe bei Schulden
Wenn man die Rechnungen gar nicht mehr öffnen will: Beratungsstellen bieten Hilfe bei Schulden   © soupstock - Fotolia.com

Im allgemeinen Sprachgebrauch sind Schulden ausstehende Verbindlichkeiten gegenüber dritten Personen, die ihrer geschuldeten Gegenleistungspflicht bereits nachgekommen sind. Ist eine Person verschuldet, so gehören ihr weniger Werte, als zur Deckung der Verbindlichkeiten notwendig wären – selbst bei einer kompletten Übertragung aller vorhandenen Werte wären immer noch Schulden vorhanden. Zuletzt existiert auch noch der Begriff der Überschuldung - für juristische Personen ist dieser in § 19 Absatz 2 Insolvenzordnung (InsO) geregelt: Demnach liegt eine Überschuldung dann vor, wenn die bestehenden Verbindlichkeiten durch das Vermögen des jeweiligen Schuldners nicht mehr gedeckt werden können. Die Überschuldung verpflichtet den Geschäftsführer oder Vorstand gemäß § 15a Absatz 1 InsO dazu, einen Insolvenzantrag zu stellen.

Bei einer natürlichen Person wird von einer Überschuldung ausgegangen, wenn es dem Betroffenen nicht möglich ist, bestehende Verbindlichkeiten in absehbarer Zeit auszugleichen, ohne dass seine Grundversorgung gefährdet wäre. Dabei wird sowohl vorhandenes Vermögen als auch regelmäßiges Einkommen in Betracht gezogen. Schätzungen zufolge sind in Deutschland rund 3,5 Millionen Haushalte überschuldet, mehr als 6 Millionen volljährige Einzelpersonen sollen betroffen sein. In den meisten Fällen ist es kein Einzelereignis, das zur Überschuldung eines Privathaushalts führt, sondern eine Kumulation verschiedener Faktoren. Dabei unterscheiden sich die Standpunkte von Schuldnern, Gläubigern und Beratungsstellen teilweise erheblich voneinander. Übereinstimmend werden Einkommenseinbußen oder der Verlust des Arbeitsplatzes als Ursachen für auftretende Überschuldungen eingeräumt. Während sich Schuldner jedoch in vielen Fällen als Opfer der Situation sehen, nicht jedoch als Verantwortliche, sind die Gläubiger häufig der gegenteiligen Ansicht: Sie machen beispielsweise fehlende Selbsteinschränkung der Schuldner für den Zustand mitverantwortlich – Betroffene würden trotz Einkommenseinbußen ihr Konsumverhalten nicht entsprechend zurückschrauben. Schuldnerberatungsstellen sehen in den meisten Fällen den Eintritt eines sogenannten "kritischen Lebensereignisses" als Hauptursache einer Überschuldung, weitere Faktoren folgen dann meist sukzessive. Das Ereignis kann sich in vielen Formen äußern - plötzliche Arbeitslosigkeit oder Ehescheidungen sind ebenso erfasst wie fehlgeschlagene Selbstständigkeit, ungewollte Schwangerschaften oder Probleme mit Baufinanzierungen und Darlehensrückzahlungen.

Experten raten Menschen, die von einer Überschuldung betroffen sind, sich möglichst unverzüglich Hilfe zu suchen. Schuldnerberatungsstellen bieten Hilfe bei Schulden - nicht nur in rechtlicher, sondern auch in psychologischer Hinsicht. Denn eine Überschuldung kann ein mental äußerst belastender Zustand sein. Neben Einzelberatungen werden häufig auch Familienberatungen angeboten. Die Anlaufstellen fungieren zumeist gleichzeitig auch als Insolvenzberatungsstellen und geben Informationen über die Privatinsolvenz, die im neunten Teil der Insolvenzordnung geregelt ist (§§ 304 ff. InsO). Wurde das entsprechende Verfahren eröffnet, so kann es nach Ablauf einer Treuhandfrist von 6 Jahren zu einer gerichtlich beschlossenen Restschuldbefreiung kommen (§§ 286 ff. InsO). Mittlerweile bieten einige Verbände auch die Schuldnerberatung im Internet an.

Per Mail versenden
  27.04.2011
Geld | Autos | Händler AUTOS LEASEN

Das neue Auto beim Händler leasen. Darauf sollten Sie achten

In Deutschland werden hauptsächlich Kraftfahrzeuge Bestandteil eines Leasingverhältnisses – der Anteil dieser Produktgruppe an allen geschlossenen Verträgen beträgt mehr als 60 Prozent. Auf den weiteren Plätzen geleaster Produkte sind Baumaschinen mit rund 13 Prozent und Büroausstattung – insbesondere Anlagen zur elektronischen Datenverarbeitung – mit etwa 10 Prozent zu finden. mehr…

  16.05.2011
Antrag | Schulden | gläubiger PRIVATINSOLVENZ ANTRAG

Der Antrag auf Privatinsolvenz vereint einige Klippen - wir geben Kletteranleitung!

Die Privatinsolvenz wurde 1999 als solche in Deutschland rechtlich eingeführt. Im Jahre 2009 wurde das Verfahren insgesamt in 130.698 Fällen in Anspruch genommen, dabei hat die Insolvenz nicht nur zeitlich unmittelbare Folgen, sondern wirkt auch noch danach. Andererseits besteht für viele Menschen keine andere Möglichkeit, sich wirtschaftlich von ihrer Schuldenlast zu befreien. mehr…

  04.05.2011
Geld | Banken | Bargeld BANKAUTOMATEN CASHGROUP

Die Bankautomaten der Cashgroup: Vor- und Nachteile

Die Cashgroup ist eine Vereinigung mehrerer namenhafter Bankhäuser in Deutschland deren Zusammenschluss der Bereitstellung eines möglichst großen Geldautomatennetzes dient. Von den 55.000 Geldautomaten entfallen rund 9000 Automaten auf die Cashgroup. Rund 25.700 Automaten gehören der Sparkassengruppe und weitere 18.000 entfallen auf die Volksbanken Raiffeisenbanken. Bis 1997 mehr…

  19.05.2011
EU | Europa | Schulden EU INSOLVENZ

Die EU schützt nicht vor Insolvenz - aber wir sagen Ihnen wie sie Ihnen weiterhilft!

Durch die Grenzöffnung innerhalb Europas ist es seit 2001 für deutsche Schuldner möglich, auch im Ausland ein Insolvenzverfahren zu beantragen. Im Beschluss IX ZB 51/00 des Bundesgerichtshofs (BGH) wurde die Restschuldbefreiung eines deutschen Schuldners, die in Frankreich bewilligt wurde, bestätigt. In diesem Fall hatte die Gläubigerin gegen die Entschuldung geklagt, aber mehr…

  05.05.2011
Geld | Zinsen | vermögen BUNDESSCHATZBRIEFE ZINSEN

Die Zinsen beim Bundesschatzbrief können variieren - wir sagen inwiefern!

Bundesschatzbriefe sind festverzinsliche Wertpapiere, die von der Finanzagentur des Bundes ausgegeben werden. Sie haben eine Laufzeit von sechs oder sieben Jahren, für die die Verzinsung jeweils zum Zeitpunkt des Erwerbs festgelegt wird. Die Zinsen steigen im Laufe der Jahre progressiv an, das heißt, in den ersten Jahren sind die Zinsen niedriger als in den letzten. Dadurch mehr…

  26.05.2011
Konten | Schulden | gläubiger PFÄNDUNGSSICHERES KONTO

Fünf Gründe, die für ein pfändungssicheres Konto sprechen

Das seit 1999 bestehende Insolvenzrecht ist einer umfassenden Reform unterzogen worden. Das bisher geltende Recht erlaubte es Gläubigern, eine Pfändung des Girokontos beim Schuldner zu erwirken. Dies bedeutete, dass keinerlei Zahlungsverfügungen seitens des Schuldners mehr vorgenommen werden konnten, bis der Pfändungsbetrag beglichen war. Selbst Mietzahlungen oder Unterhaltsleistungen mehr…

  26.05.2011
Schulden | Haushalt | Schuldner SCHULDEN ABBAUEN

Schulden abbauen - eine Hilfestellung

Eine Überschuldung kann durch einzelne Ereignisse ausgelöst werden, aber schwerwiegende Konsequenzen haben. Zu den von Experten als "kritische Einzelereignisse" bezeichneten Änderungen der Lebenssituation zählen beispielsweise der Verlust der Arbeitsstelle und die daraus resultierenden Einnahmeeinbußen – 2007 gaben rund 30 Prozent aller Hilfesuchenden dieses Ereignis als Auslöser mehr…

 
finanzkraft|pid-1443351|aid-443891