Immerhin 90 % aller selbstständigen Unternehmer oder Freiberufler haben für ihre Tätigkeit ein extra Konto eingerichtet, über das sämtliche Zahlungen laufen können. Dies ergibt vor allem unter dem Gesichtspunkt Sinn, dass man selbst bei allen Geldeingängen und auch -ausgängen den Überblick behält. Außerdem kann man so eine direkte Trennung zwischen betrieblichen und privaten Kosten herbeiführen, was sich spätestens bei der Steuererklärung positiv und vereinfachend auswirkt. Aber auch bezüglich der Kosten existieren Unterschiede bei diesen beiden Kontoformen. Während private Nutzer kaum Kosten für die Verwendung des Kontos aufbringen müssen, sind Selbstständige von einigen Kostenpunkten betroffen. Hierzu zählen monatliche Gebühren für entstandene Überweisungen, Lastschriften oder Daueraufträge. Sämtliche Geldein- und -ausgänge werden mit mindestens 0,50 Euro berechnet. Einige Nutzer müssen auch schon für den Besitz einer separaten Bankkarte 5,00 bis 6,00 Euro monatlich bezahlen. (Stand: Mai 2011) Wer aber Kredite, wie z. B. einen Kontokorrentkredit braucht, der erfährt bei einem Geschäftskonto meistens bessere Konditionen.
Wer sich gerne ein Geschäftskonto einrichten möchte, der sollte sich im Vorfeld genau erkundigen, welche Angebote die verschiedenen Banken zur Verfügung stellen. Hier kann es recht gravierende Unterschiede geben. Auch bezüglich möglicher Zinsen, wie z. B. bei der Nutzung eines Tagesgeldkontos, gibt es Differenzen. So kann man als Firma sein Geschäftskonto als Tagesgeldkonto laufen lassen, was bedeutet, dass man zwischen 2 und 4,5 % Zinsen für die jeweiligen Guthaben bekommt.
Gerade bei größeren Unternehmen bzw. Betrieben ist es gänzlich unüblich, dass man ein privates Konto auch für geschäftliche Zwecke nutzen würde. In der Regel sieht es eher so aus, dass größere Firmen sogar mehr als nur ein einziges Konto zur Verfügung haben, weil die anstehenden Geldeingänge an verschiedenen Standorten umgesetzt werden. Wer noch nicht das passende Konto gefunden hat, kann Online Informationen finden.