26.05.2011
Artikel
GESCHÄFTSKONTO FREIBERUFLER

Das sollten Freiberufler beachten, wenn sie ein Geschäftskonto eröffnen

Freiberufler führen ein Geschäftskonto für ihr Unternehmen.
  © Dmitry Vereshchagin - Fotolia.com

Deutschlandweit existieren einige Millionen Unternehmen, von denen mindestens 30 % Kleinunternehmer oder Freiberufler sind. Nichtsdestotrotz verfolgen auch diese Unternehmer das Ziel, ihre Dienste gewinnbringend am Markt anzubieten. Damit sämtliche geschäftlichen Aktivitäten auch finanziell problemlos abgewickelt werden können, bedarf es in jedem Fall der Nutzung eines separaten Geschäftskontos. Über dieses laufen sämtliche finanziellen Aktivitäten, wie z. B. die Löhne und Gehälter, Lastschriftverfahren oder einfach nur die Ausgaben für anfallende Rechnungen. In der Regel nutzen 80 % der freiberuflichen Unternehmer die gleiche Bank für die Einrichtung eines Geschäftskontos, bei welcher sie auch ein privates Girokonto unterhalten. Generell bieten aber auch viele andere Banken Geschäftskonten für ihre gewerblichen oder freiberuflichen Kunden an. Damit es bei der Auswahl keine Schwierigkeiten gibt, sollten sich potenzielle Kunden im Vorfeld genau erkundigen, welche Möglichkeiten bestehen.

Häufig ist es bei Konten für Freiberufler so, dass hier regelmäßige Kontonutzungsgebühren anfallen. Diese werden fällig für getätigte Überweisungen, Abbuchungen oder Rechnungseingänge. Pro Vorgang sind 0,50 Euro denkbar und realistisch. Aber auch darüber hinaus werden Gebühren erhoben, welche z. B. für die Kontoeinrichtung monatlich anfallen. Dies können 5,49 Euro sein, aber auch 7,00 Euro. Einige Banken bieten ihren Kunden allerdings auch an, dass diese ab einer bestimmten Deckungssumme überhaupt gar keine Kontoführungsgebühren mehr bezahlen brauchen. Oftmals liegt diese Summe bei 2500,00 Euro im Monat. In vielen Fällen nutzen Inhaber von Geschäftskonten zusätzlich einen Kontokorrentkredit, welcher notwendig wird, wenn Ausgaben vor dem Eingang von Rechnungseingängen erfolgen sollen. In der Regel fallen hier Zinssätze in Höhe von 12,75 % an. Wer dagegen über dem vereinbarten Kreditrahmen Ausgaben absolvieren muss, der muss mit Überziehungszinsen in Höhe von 18 % oder mehr rechnen. Hier könnte ein Ratenkredit mit nur 6 % Zinsen sinnvoller sein. Alle Angaben entsprechen dem Stand Mai 2011.

Generell kann man als potenzieller Geschäftskunde natürlich nicht nur bei seiner eigenen Hausbank ein adäquates Konto bekommen. Darüber hinaus findet man sicherlich auch bei anderen Geldinstituten passende Angebote, welche man sehr genau prüfen sollte. Gerade im Internet kann man fündig werden, vor allem wenn es um günstige Konditionen auf einem Geschäftskonto geht. Sogenannte Direktbanken offerieren sehr interessante Angebote, die man sich genauer anschauen sollte, will man letztlich nicht zu viel bezahlen. Wer etwa 30 Minuten für eine Onlinerecherche investiert, der wird feststellen, wie viele preiswerte Möglichkeiten der Markt für ihn bereithält.

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