08.08.2011
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WERTPAPIERHANDEL

Die wesentlichen Grundlagen des Wertpapierhandels - Eine Einführung

Eine Einführung in den Wertpapierhandel in wenigen Sätzen
Eine Einführung in den Wertpapierhandel in wenigen Sätzen   © robert fori - Fotolia.com

Ganz zu Beginn sollte man erst die Frage klären, was Aktien bzw. Wertpapiere überhaupt sind. Befindet sich ein Unternehmen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG) kann es sich durch den Verkauf von Anteilen Kapital verschaffen. Bei diesen Anteilen spricht man von Aktien oder Wertpapieren, die ihren Besitzer zum Anteilseigner bzw. Miteigentümer eines Unternehmens machen. Es gibt verschiedene Klassifizierungen von Aktien, die sich beispielsweise durch die Rechte, die sie ihrem Besitzer einräumen, die Übertragbarkeit oder ihren Wert unterscheiden. So erhält man beim Erwerb einer Stammaktie automatisch das Stimmrecht bei der Hauptversammlung der jeweiligen AG. Somit kann man Einfluss auf die Unternehmenspolitik ausüben. Vorzugsaktien geben dem Eigentümer kein Stimmrecht, aber man erhält einen höheren Anteil am Unternehmensgewinn (Dividende). Das Stimmrecht oder die Dividende stehen entweder dem zu, der das Wertpapier besitzt oder dem, auf dessen Namen es im Register eingetragen ist. So unterscheidet man also zwischen Inhaberaktien und Namensaktien.

Der Erwerb bzw. der Handel mit Aktien kann Vor- und Nachteile besitzen. Das Positive am Aktienhandel ist, dass schnelle und hohe Kurssteigerungen möglich sind und, im Falle der Vorzugsaktie, Dividenden ausgeschüttet werden. Des Weiteren kann man das Wertpapier jederzeit abstoßen oder ankaufen und so schnell auf negative oder positive Trends an der Börse reagieren. Negative Konsequenzen liegen eben in den oben genannten Kursschwankungen – das Risiko einer Investition in Wertpapiere kann natürlich auch ein erheblicher Wert- und damit Geldverlust sein. Zu dem wird der Gewinn von dem Unternehmen abhängig gemacht, dessen Aktien man besitzt.

DAX, TecDAX, MDAX – das sind alles Abkürzungen, die einem als Börsenneuling entgegen schlagen. Diese Kürzel stehen für Indizes, welche bestimmte Aktienwerte abbilden. Der DAX (Deutscher Aktien Index) zeigt zum Beispiel die 30 wichtigsten Aktienwerte am deutschen Markt, der TecDAX beinhaltet die 30 wichtigsten Aktien aus dem Technologie-Bereich und DAX und SDAX enthalten zusammen nochmals 100 Unternehmen. Anhand von Indizes kann man die Entwicklung und den Verlauf des Börsenmarktes ablesen und prognostizieren. Die Aktienpreise an der Börse sind wie jedes Produkt auf einem Markt von Angebot und Nachfrage abhängig. Die Makler besitzen die Aufgabe, diese zwei Faktoren und damit auch den Kurs bzw. den Preis der Aktie zu ermitteln. Dies geschieht anhand des Orderbuches. Es gibt offene Orderbücher, die auch Anleger nutzen können, um sich über kurzfristige Börsentrends in Kenntnis zu setzen, die meisten dieser Handelsinstrumente sind aber nur bestimmten Personengruppen vorbehalten. Möchte man Aktien kaufen, so zahlt man nicht nur den aktuellen Börsenpreis, sondern auch eine zusätzliche Gebühr an den Broker. Diese Gebühren können sich stark unterscheiden, weshalb ein Vergleich der unterschiedlichen Broker lohnen könnte.

Ob eine Aktie günstig ist, entscheidet nicht der Kaufpreis, sondern das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Das KGV für alle am Markt befindlichen Wertpapiere kann in vielen Börsen-Online-Portalen eingesehen werden. Prinzipiell gilt: Je niedriger das KGV (z. B. Werte unter 10), desto mehr kann es lohnen, die Aktie zu zeichnen. Man sollte das Kurs-Gewinn-Verhältnis aber immer im Vergleich zu anderen Aktien der gleichen Branche sehen, um tatsächlich erkennen zu können, ob der Kurs eines Wertpapiers günstig ist.

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