05.01.2012
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WÄHRUNGSFONDS

Währungsfonds: Unterstützung der Staaten durch Fondsgelder

waehrungsfonds
 

Der IWF (englisch: International Monetary Fund) ist der weltweit bekannteste Weltwährungsfonds, da er für die Zusammenarbeit in der Währungspolitik international fördert und in vielen Staaten der Welt aktiv beteiligt ist. Der IWF wurde im Jahr 1944 gegründet und könnte mit einem europäischen Pendant bald einen Nachfolger beziehungsweise eine Ergänzung auf europäischer Ebene finden. Schließlich ist die Schuldenkrise der europäischen Staaten auch Ende 2011 noch nicht gelöst und es werden von der politischen Führung weitergehende Lösungsvorschläge gemacht, zu denen auch ein dem IWF vergleichbarer Fonds auf europäischer Ebene gehört. Ein solcher Fonds könnte solchen Staaten eine Unterstützung bieten, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr aus eigener Kraft nachkommen können.

Ein solcher Fonds hätte die Möglichkeit, direkt in die europäischen Haushalte einzugreifen. Bisher wurde die Schuldenkrise vor allem dadurch aufgefangen, dass ein Euro-Rettungsfonds errichtet wurde, in den sowohl europäische Staaten als auch internationale Investoren einzahlen sollen, wenn dieser Schirm durch eine Versicherungslösung ergänzt werden soll. Zusätzlich hierzu soll im Jahr 2013 eine Integration des Euro-Rettungsfonds im sogenannten Europäischen Stabilisierungsmechanismus (ESM) erfolgen. Fraglich ist es jedoch, ob dieser Schritt ausreichen wird, die Staatsschuldenkrise langfristig einzudämmen. Ergänzend hinzukommen könnte deshalb ein Fonds, der ähnlich wie der IWF arbeitet und auf Aktivitäten in Europa beschränkt bleibt.

Die Kompetenzen eines solchen Fonds könnten dabei weiterreichen als jene des ESM. So wäre beispielsweise die Einleitung eines Insolvenzverfahrens denkbar, wenn auch der Staat trotz Hilfen laufende Rechnungen nicht mehr begleichen könnte. Eines der großen Probleme der Schuldenkrise in Europa besteht schließlich darin, dass es noch kein internationales Insolvenzrecht gibt, nach dem sich die Gläubiger und Schuldner bei der Insolvenz eines Mitgliedsstaates richten könnten. Die Arbeit eines solchen Fonds für Europa könnte bereits im Jahr 2012 aufgenommen werden und hätte Durchgriffsrechte auf die nationalen Etats.

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