26.08.2011
Artikel
ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN

Die Übertragung von nicht gehandelten Aktien ist streng geregelt

Informationen die sie für den richtigen Aktienhandel wissen sollten
Informationen die sie für den richtigen Aktienhandel wissen sollten   © matttilda - Fotolia.com

Wer mit Aktien handelt, kann diese verkaufen, kaufen oder auch an andere übertragen. Die Regelung hierfür findet der Verbraucher im Aktiengesetz (AktG) von 1965. Dieses Gesetz behandelt die allgemeinen Vorschriften im Bezug auf Aktien und Aktiengesellschaften und deren Rechten und Pflichten (erster Teil). Außerdem findet der Interessierte hier Hinweise zur Gründung einer Gesellschaft (zweiter Teil) und die Rechtsverhältnisse der Gesellschaft und Gesellschafter (dritter Teil). Der vierte Teil des AktG befasst sich mit der Verfassung von Aktiengesellschaften und in den weiteren Abschnitten des ersten Buches geht es um die Geldbeschaffung sowie um die Auflösung einer Gesellschaft. Die Regelungen für die Übertragung von Namensaktien findet der Anleger im § 68 AktG. Hier wird die Form beschrieben und welche Personen informiert werden müssen.

Im Allgemeinen unterscheidet der Fachmann zwischen Inhaber- und Namensaktien. Erstere gelten als anonyme Aktien, deren Inhaber nicht bekannt sind. Diese sind im Wertpapierhandel sehr verbreitet, da die Verwaltung dieser Aktien am einfachsten ist. Die Übertragung einer solchen Inhaberaktie kann zu jeder Zeit anonym erfolgen. Dies hat jedoch den Nachteil, dass die Gesellschaft nicht weiß, welche Aktionäre beteiligt sind.

Die Inhaberaktie berechtigt den Besitzer der Urkunde zur Inanspruchnahme aller Rechte und Pflichten eines Aktionärs. Namensaktien sind auf den Namen des Besitzers ausgeschrieben, welcher ebenso im verbrieften oder elektronischen Aktienregister geführt wird (§ 67 AktG). Bei einer Übertragung muss sowohl die Urkunde als auch das Register geändert werden. Die Form der Aktie ermöglicht es der Gesellschaft, genau zu überprüfen, welche Aktionäre vertreten sind. Nach erfolgter Übertragung muss der Gesellschaft diese nachgewiesen werden. Diese hat mitunter das Recht, der Übertragung nicht zuzustimmen, wenn dies in der Satzung verankert wurde (§ 68 Abs. 2 AktG).

Außerdem ist die Gesellschaft nach § 68 Abs. 3 AktG verpflichtet, die Ordnungsmäßigkeit der Übertragung zu prüfen, jedoch nicht die Unterschriften. Die Übertragung von Wertpapieren gegen eine Barabfindung findet sich im § 327a AktG und behandelt die Rechte eines Hauptaktionärs. Dieser kann, vorausgesetzt er besitzt etwa 95 % aller Aktien der Gesellschaft, verlangen, dass die übrigen Aktien auf ihn übertragen werden. Dabei wird in der Regel eine angemessene Barabfindung vereinbart, die der Hauptaktionär an die Aktieninhaber zu zahlen hat. Die Zustimmung zu dieser Übertragung muss die Hauptversammlung der Aktien- oder Kommanditgesellschaft geben. Diese entscheidet auch über die Höhe der Abfindung. Dies führt in der Folge zum Ausschluss von Minderheitsaktionären und zur Übernahme der Gesellschaft durch einen Aktionär.

Per Mail versenden
  26.05.2011
Zinsen | Renditen | Geldanlagen BUNDESSCHATZBRIEFE AKTUELLE ZINSEN

Aktuelle Zinsen für Bundesschatzbriefe - so informieren Sie sich

Viele Menschen sparen gerne ihr Geld, um im Bedarfsfall über liquide Mittel verfügen zu können. So kann man davon ausgehen, dass mehr als 70 % aller Erwachsenen über 20 Jahren regelmäßig etwas Geld zur Seite legen, um dieses später zur Erfüllung eines persönlichen Wunsches verwenden zu können. Nicht alle Sparer stecken ihr Geld zu Hause in eine Spardose, sondern möchten es mehr…

  26.05.2011
Börsen | Aktionäre BLUE CHIPS

Blue Chips als Basis für eine langfristige Geldanlage

Der Ausdruck Blue-Chip-Aktien kommt aus dem US-amerikanischen und leitet sich von den in Spielcasinos verwendeten blauen Jetons (Chips) ab, die den höchsten Geldwert besitzen. Heute wird er als Bezeichnung für globale Unternehmen mit besonders hohem Wert genutzt. So findet der Begriff etwa Verwendung für Aktien von internationalen sowie allgemein anerkannten und renommierten mehr…

  31.05.2011
Geld | Börse | Handel JUMBO-PFANDBRIEF

Der Jumbo-Pfandbrief - seine besonderen Eigenschaften

Die Eigenschaften eines Jumbo-Pfandbriefs sind gesetzlich nicht normiert. Aus diesem Grund haben die Emittenten eigene Mindestanforderungen festgelegt, die ein "Jumbo" erfüllen muss – besonders der Verband deutscher Pfandbriefbanken spielte bei der Auswahl der Kriterien eine wichtige Rolle. Bei der Erstausgabe eines Jumbo-Pfandbriefs muss dessen Volumen mindestens eine Milliarde mehr…

  27.04.2011
Börse | Daytrader | Spekulation DAYTRADING RISIKO

Die größten Risiken des Daytrading

Wie der Name es schon andeutet, geht es beim Daytrading um den Aktienhandel an nur einem Tag. Anders als üblicherweise steht hier der kurzfristige Gewinn im Mittelpunkt. Das Internet ermöglicht es, dass auch Privatpersonen von zu Hause aus an dem Geschäft teilnehmen können. In den USA können sich Privatpersonen seit 1995 am Daytrading beteiligen. Mittlerweile machen private mehr…

  05.05.2011
Geld | Zinsen | vermögen BUNDESSCHATZBRIEFE ZINSEN

Die Zinsen beim Bundesschatzbrief können variieren - wir sagen inwiefern!

Bundesschatzbriefe sind festverzinsliche Wertpapiere, die von der Finanzagentur des Bundes ausgegeben werden. Sie haben eine Laufzeit von sechs oder sieben Jahren, für die die Verzinsung jeweils zum Zeitpunkt des Erwerbs festgelegt wird. Die Zinsen steigen im Laufe der Jahre progressiv an, das heißt, in den ersten Jahren sind die Zinsen niedriger als in den letzten. Dadurch mehr…

  05.05.2011
Börse | Aktien | Anleihen GOLDMAN SACHS ZERTIFIKATE

Goldman Sachs Zertifikate - zu kompliziert für den Normalbürger?

Goldman Sachs ist ein Wertpapierhandelsunternehmen, das sich vorrangig an Großunternehmen und Investoren richtet, aber auch Privatkunden bedient. Das Unternehmen besteht seit dem Jahr 1869 und wurde von dem deutschen Auswanderer Marcus Goldman gegründet. Der Hauptsitz liegt in New York. Dazu kommen Vertretungen in zahlreichen Ländern. In Deutschland findet man die Goldman Sachs mehr…

  09.06.2011
Zinsen | Banken | Aktien WAS IST EINE ANLEIHE

Was ist eine Anleihe?

Der Terminus Anleihe fällt zusammen mit Schuldverschreibungen und Pfandbriefen unter den Oberbegriff der verzinslichen Wertpapiere. Dieser Sammelbegriff steht für zinstragende und zinsbringende Wertpapiere und dient einer Fremdfinanzierung beziehungsweise Kapitalanlage über einen längeren Zeitraum. Die Herausgeber (Emittenten) der Anleihen können aus verschiedenen Bereichen mehr…

 
finanzkraft|pid-6506122|aid-486082