09.09.2011
Artikel
SWIFT

Wie ist die SWIFT aufgebaut und was bedeutet sie?

Der eindeutig zuordenbare SWIFT-Code kennzeichnet die jeweilige Bank.
Der eindeutig zuordenbare SWIFT-Code kennzeichnet die jeweilige Bank.   © Alterfalter - Fotolia.com

Die Bezeichnung des Codes ist die gängige Abkürzung für die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Es handelt sich um eine 1973 gegründete Genossenschaft, die die Kommunikation zwischen international agierenden Geldinstituten durch das sogenannte Swiftnetz ermöglicht. Der gleichnamige Code begegnet dem Bankkunden überwiegend im Rahmen von Überweisungen auf ein ausländisches Konto.

Genau genommen spricht man von dem SWIFTBIC. BIC steht hierbei für Bank Identifier Code. Für Nicht-Banken, beispielsweise große Industriefirmen, kann der SWIFTBEI registriert werden, welcher für Business Entity Identifier steht. Alternativ ist auch die Bezeichnung Swiftsdresse korrekt. Umgangssprachlich wird dennoch meist vom BIC- oder Swiftcode gesprochen. Dieser Code ist gemäß ISO 9362 international standardisiert, wodurch Teilnehmerbanken und -firmen weltweit eindeutig und unverwechselbar identifizierbar sind. Der Swiftcode hat eine Länge zwischen acht und elf alphanumerischen Zeichen.

Der Aufbau folgt dabei immer dem Schema BBBBCCLLbbb. BBBB steht dabei für den Bankencode, der vom jeweiligen Institut frei wählbar ist. CC beschreibt den jeweiligen Ländercode, der nach ISO 3166-1 festgelegt wird. Deutschland beispielsweise hat hiernach die Kennzeichnung DE. LL ist der zweistellige Code des Ortes, an dem das Geldinstitut seinen Sitz hat. Zuletzt beschreibt bbb die genaue Filiale oder auch Abteilung der entsprechenden Bank. Dieser Code ist jedoch der einzige, der optional ist. Er kann daher komplett wegfallen oder durch XXX ersetzt werden.

Zusätzlich zu diesem Code, der die Bank selbst kennzeichnet, wird für Transaktionen auch die IBAN-Nummer benötigt. IBAN steht hierbei für International Bank Account Number und ist je einem spezifischen Kontoinhaber zugeteilt. Vereinfacht lässt sich also sagen, dass sowohl bei nationalen als auch bei internationalen Bankgeschäften je die Kennung des Geldinstitutes sowie die des entsprechenden Kundenkontos essenziell ist. Während dies bei nationalen Geschäften noch relativ leicht zu handhaben ist, wird der Zahlungsverkehr im internationalen Rahmen unter anderem durch das Swiftnetz und den gleichnamigen Code ermöglicht.

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