05.08.2011
Artikel
KAUFMÄNNISCHE BESTANDTEILE SCHECK

Die Bedeutung der kaufmännischen Bestandteile des Schecks

Ein Scheck hat auch kaufmännische Bestandteile.
Ein Scheck hat auch kaufmännische Bestandteile.   © Melking - Fotolia.com

Bei einem Scheck handelt es sich um ein Wertpapier und eine bargeldlose Zahlungsvariante. Der Aussteller fordert seine Bank auf, einen bestimmten Betrag zu einem bestimmten Zeitpunkt an den Schecknehmer zu leisten. Voraussetzung für die Zahlung per Scheck ist natürlich, dass der Aussteller ein Konto bei einem Kreditinstitut hat und auf diesem Guthaben aufweisen kann. Ein Scheck besteht aus gesetzlichen und kaufmännischen Bestandteilen, wobei Letztere nicht zwingend angegeben werden müssen.

Für die Ordnungsmäßigkeit eines ausgefüllten Schecks schreibt das Scheckgesetz sechs Bestandteile zwingend vor, so beispielsweise den Betrag, die Unterschrift des Ausstellers sowie Ort und Tag der Ausstellung. Diese Bestandteile müssen in jedem Fall angegeben werden. Für die Zahlungsaufträge muss der Kunde in der Regel die einheitlichen Formblätter der jeweiligen Bank verwenden. Das Scheckgesetz vom 14. August 1933 ist die gesetzliche Grundlage des Scheckverkehrs. Dieses Gesetz wurde aufgrund des Scheckrechtabkommens 1931 in Genf geschlossen. Diesem Abkommen sind die meisten europäischen Staaten, Japan und die Staaten Südamerikas beigetreten. Nicht beigetreten sind die USA und die Länder des damaligen britischen Commonwealth.

Daneben stehen weiter sechs Bestandteile, die kaufmännischen, die zwar angegeben werden können, der Aussteller ist aber nicht gesetzlich dazu verpflichtet. Dazu gehören die Schecknummer, die Kontonummer, die Wiederholung des Betrags in Ziffern (stimmt diese nicht mit dem Betrag in Worten überein, gilt Letztere), die Orts- und Banknummer, die Angabe des Zahlungsempfängers sowie die Überbringerklausel. Bei dieser Klausel handelt es sich um einen Vermerk auf den Scheckformularen. Bei einem Scheck handelt es sich um ein Orderpapier, in dem eine namentlich genannte Person als Berechtigter aufgeführt wird. Durch die Überbringerklausel wird der Scheck dann zum Inhaberpapier, sodass der jeweilige Inhaber als Berechtigter ausgewiesen wird.

Per Mail versenden
  07.07.2011
Bankenwesen | Zentralbanken CLEARING

Das Clearing beim Zahlungsverkehr

Die Verrechnung von Forderungen sowie von Verbindlichkeiten innerhalb des Zahlungsverkehrs ist im Bankenwesen besonders geregelt. Dieser Vorgang des Clearings wird in den meisten Fällen von sogenannten Clearinghäusern übernommen, sodass eine fehlerfreie Abwicklung sowie der Übergang des Eigentums gewährleistet werden kann. Das Verfahren des Clearings fand bereits in der Mitte mehr…

  30.06.2011
Schecks | Bankwesen INDOSSAMENT ORDERSCHECK

Das Indossament beim Orderscheck

Ein Scheck darf nur an denjenigen, der als Zahlungsempfänger benannt ist bzw. auf den dieser per Indossament übertragen wurde, ausgezahlt werden. Durch das Indossament werden alle Rechte aus dem Scheck vom Indossanten an den Indossatar übertragen (Art. 17 I SchG/ §364 HGB). Hinzu kommt, dass die Übereignung des Papiers durch eine ordnungsgemäß ausgewiesene Person erfolgen muss mehr…

  02.08.2011
Gesetze | Bezogener WECHSELGESETZ

Das Wechselgesetz kurz vorgestellt

Der Wechsel ist ein Instrument des Zahlungsverkehrs, welches nicht nur ein bestimmtes Zahlungsziel beinhaltet, sondern auch ein Sicherungsmittel ist. Dabei ist diese Art von Urkunde bereits seit dem 2. Jahrtausend vor Christus bekannt. Schon im alten Römischen Reich wurde der Wechsel als Zahlungsmittel eingesetzt. So kann davon ausgegangen werden, dass der Wechsel das erste mehr…

  22.08.2011
Geld | Bundesbanken DEUTSCHE BUNDESBANK

Die Aufgaben der Deutschen Bundesbank

Der Hauptsitz der Deutschen Bundesbank befindet sich in Frankfurt am Main. Sie ist die Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland und als diese auch ein Teil des Europäischen Zentralbankensystems. Die Bundesbank ist eine juristische und bundesunmittelbare Person des öffentlichen Rechts. Bundesweit sind etwa 10.500 Mitarbeiter (Stand 2010) bei der Bundesbank beschäftigt. Die mehr…

  12.08.2011
Banken | Kontonummern IBAN

Was ist die IBAN und wie setzt sie sich zusammen?

Die International Bank Account Number beschreibt eine Standardnotation von Kontonummern. Diese werden insbesondere für den internationalen Zahlungsverkehr benötigt. Vor den Zeiten der Standardnummer mussten Zahlungsanweisungen manuell eingegeben werden. Das war nicht nur mühsam, sondern auch sehr langsam. Grund dafür: Jedes nationale Banksystem arbeitete mit unterschiedlichen mehr…

 
finanzkraft|pid-6478742|aid-478962