02.05.2012
Artikel
TAGESGELD KUNDE

Die Tagesgeldanlage im Spiegelbild der Kundenerwartung

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  © gena96 - Fotolia.com

Gerade in Zeiten hoher Volatilität ist es immer wieder nötig, Geld für kurze Zeit anzulegen, damit es zwar Zinsen bringt, aber doch auch gleich wieder verfügbar ist, wenn man auf höhere Verzinsungen wie z. B. Staatsanleihen, Aktien oder Fonds ausweichen möchte. Dies erwartet man von Tagesgeld- und Festgeldkonten in besonderem Maße. Die Zinsvergütung liegt bei beiden Anlageformen deutlich über dem Zinsertrag von Girokonten oder Sparbüchern. Die Sicherheit, die ebenfalls derzeit für Anleger sehr wichtig ist, ist bei beiden Anlagearten ebenfalls hoch. Die Tagegeldkonten sind durch die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung abgesichert, die pro Kunde und Bank 100.000 € beträgt. Der Vorteil ist, dass man bei Tagesgeld jederzeit über seine angelegte Summe verfügen kann. Allerdings muss man dafür in Kauf nehmen, dass es keine Zinsfestschreibung gibt, dass also der Zinssatz jederzeit veränderbar ist. Dies ist beim Festgeld anders, dort wird der Zins für die Laufzeit festgeschrieben, dafür aber kann man auch erst am Ende dieser Laufzeit über das Geld verfügen. Auch hier greift die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung, die aber nicht ganz so großzügig ausgelegt ist wie beim Tagegeld. Häufig sichern die Banken aber privat einen größeren Rahmen ab, als es gesetzlich vorgeschrieben ist.

Derzeit sind es vor allem ausländische Banken, die für die Kunden besonders attraktive Zinsen für Tagesgeld anbieten. Meist handelt es sich um Banken, die in europäischen Ländern ihren Sitz haben und damit zur selben Einlagensicherung verpflichtet sind wie die deutschen Institute. Informiert man sich auf einschlägigen Portalen, die den Überblick über die Zinsangebote vermitteln, dann kann man erkennen, dass im April 2011 für Tagegeld etwas mehr als 2 % Zinsen zu bekommen sind, Spitzenreiter ist eine schottische Bank. Vergleicht man diese Zinsmarge mit Festgeldangeboten, so ist diese ungefähr doppelt so hoch, allerdings ist dabei meist eine Laufzeit von 48 Monaten zu veranschlagen. Der Spitzenreiter bei Festgeldern im April 2011 ist eine estnische Bank, die darauf verweist, dass auch sie die Einlagensicherung in gleicher Höhe umsetzt, wie die deutschen Banken. Die Zinsen werden tagesaktuell berechnet, aber nicht jeden Tag ausbezahlt, sondern nach dem vertraglich festgelegten Turnus: monatlich, vierteljährlich bzw. jährlich oder aber bei Auflösung des Kontos.

In jedem Fall ist eine Geldanlage mit Tagesgeldkonto nicht mit einem Girokonto zu verwechseln. Man kann hier weder Geld abheben, noch überweisen oder sonstige alltägliche Transaktionen vornehmen. Allein eine Umbuchung ist zum Verfügen über den angelegten Betrag oder einen Teilbetrag denkbar.

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