29.08.2011
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FINANZTEST TAGESGELD

Finanztest: Tagesgeld-Banken bieten profitable Renditen

Das Tagesgeld von Finanztest unter die Lupe genommen.
Das Tagesgeld von Finanztest unter die Lupe genommen.   © Lucian Muset - Fotolia.com

Es gibt da lockende Neukundenboni, langlebige Zinsgarantien oder auch lukrative Versprechungen bei der Höhe der zu erwartenden Auszahlungen. Andere Sparverträge mögen teilweise höhere Renditen abwerfen, aber bei einem Tagesgeldkonto gibt es keine Kündigungsfristen oder Mindestlaufzeiten. Wie der Name schon so treffend formuliert: Das eingezahlte Geld ist täglich verfügbar. Derzeit sind recht viele Kreditinstitute dazu übergegangen, Tagesgeldkonten anzubieten. So ist es für den Kunden nicht immer leicht, unter den vielen Anbietern das richtige Konzept herauszufiltern. Es gibt Banken, die haben sich auf Tagesgeldkonten spezialisiert, wie 1822direkt.com oder die comdirekt Bank. Die meisten Banken haben aber diese Form der Geldanlage in ihren normalen Finanzbetrieb mit aufgenommen. Dies gilt für die klassischen Banken mit der Filiale vor Ort, aber auch für die Onlinebanken.

Besonders viele Sonderkonditionen bieten die Direktbanken, die das gesamte Geschäft online abwickeln und so auf viele Mitarbeiter und Kundenberater verzichten können. Bevor sich der Kunde für einen Anbieter entscheidet, sollten einige der wichtigsten Kriterien verglichen werden.

Da wäre einmal die Höhe des Zinssatzes. Dieser ist in der Regel variabel, weil er von der Höhe des Leitzinses abhängt, welcher von der LZB, der Landeszentralbank, bestimmt wird. Eine Zinsgarantie sollte für mindestens 6 Monate garantiert werden können. Auch hat die Häufigkeit der Auszahlungen einen Einfluss auf den Gewinn. Am optimalsten für den Zinseszinseffekt ist beim Tagesgeld die monatliche Auszahlung. So werden die Zinseszinsen immer wieder neu angelegt und erhöhen so automatisch das Guthaben. Wenn eine Bank mit einer jährlichen Auszahlung wirbt und dafür höhere Zinsen bietet, kann dies im Endeffekt trotzdem weniger Rendite abwerfen. Auch sollte bei den Banken auf die Höhe der Mindest- oder Maximaleinlagen geachtet werden. Manche Banken bieten den profitablen Zinssatz nur bis zu einer gewissen Einlagenhöhe, alles darüber wird deutlich geringer verzinst. Hier sollte der Kunde darauf achten, dass die Grenze für den Maximalbetrag recht hoch liegt oder aber eine gesamte Verzinsung vorliegt. Oft werden auch Zusatzkonditionen in den Verträgen erwähnt, etwa ein Startguthaben oder die Kopplung an die Eröffnung eines Girokontos. Die Kontoführungsgebühren fallen bei den meisten Banken weg, allerdings sollten die AGB durchgelesen werden - hier können sich versteckte Kosten befinden, etwa für Kontoauszüge, die per Post verschickt werden oder besondere Zusatzleistungen. Bei einem Onlinekonto fallen meist keine weiteren Gebühren an, auch ist die Nutzung des Banking-Portals in der Regel kostenlos.

Auf jeden Fall sollte eine Bank gewählt werden, die an die Einlagensicherung der EU gebunden ist, also eine, die ihren Gerichtsort auf dem Boden eines EU-Landes hat. Hier garantiert eine staatliche Einlagensicherung die 100% Sicherung einer Einlage bis zu 100.000 Euro. Andere Banken, wie etwa die ING-Diba, sind zusätzlich an einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds beteiligt, die jedem Sparer eine Summe von mindestens 30 % des Bankenkapitals garantiert. Wenn eine Bank also ein Eigenkapital von 100 Millionen Euro besitzt, dann ist jeder Sparer im Falle einer Bankeninsolvenz bis zu einer Höhe von 30 Millionen Euro abgesichert.

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