Das hängt zunächst damit zusammen, dass das Tagesgeld insbesondere bei Onlinebanken eine gute Rendite verspricht. Aufgrund dessen, dass diese Banken viel geringere Verwaltungsausgaben haben, können sie die hieraus resultierenden Kostenersparnisse direkt an den Kunden weitergeben. Dies geschieht in der Regel durch höhere Renditezinsen. Zu beachten ist jedoch, dass die Zinsen von Tagesgeldkonten von einem Tag auf den anderen wechseln können - langfristig allerdings bei etwa bei 2 bis 2,5 % liegen. Sie sind somit deutlich höher als auf herkömmlichen Sparbüchern, die bei etwa 1 bis 1,5 % liegen. Zudem zahlen einige Banken die Zinsen oft auch monatlich oder alle drei Monate aus, was dazu führt, dass die Zinsen mit verzinst werden (Zinseszins).
Da die Bank tagesabhängig die Zinsen anpassen kann und tendenziell der Leitzinsentwicklung der EZB folgt, besitzt der Anleger die Möglichkeit, seine Sparsumme ebenso von einem auf den anderen Tag abzuziehen und woanders zu investieren.
Diese erhöhte Flexibilität nutzen vor allem junge Anleger, wohingegen ältere Sparer immer noch das Sparbuch bevorzugen. Hierbei spielt insbesondere der in dieser Generation verwurzelte psychologische Faktor eine Rolle, Geld in etwas Greifbares - wie etwa ein Sparbuchzertifikat eintauschen zu müssen.
